Friedrich Cordes Bestattungen e.K.
Telefon: 0511 / 46 44 45
E-Mail: info@cordes-bestattungen.de
Standorte
Ronnenberg/Empelde
Lägenfeldstr. 8
30952 Ronnenberg
Hannover/Schwarzer Bär
Minister-Stüve-Str. 14
30449 Hannover – Linden
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Trauer und Literatur: Wie Sprache in Zeiten des Verlustes trägt
/in Hintergrund-Wissen, Im Trauerfall, Wissen & Erfahrung /von ruthemannWenn der Schmerz zu groß wird, um ihn in eigene Worte zu fassen, greifen manche Menschen zu einem Buch – finden hier Trost, sehen die eigenen Empfindungen widergespiegelt. Diese Verbindung zwischen Trauer und Literatur reicht denn auch weit zurück: Von den Klageliedern des Alten Testaments über Rilkes Gedichte zu Tod und Vergänglichkeit bis hin zu Joan Didions autobiografischem Werk „Das Jahr des magischen Denkens“ (2005) zieht sich ein roter Faden durch die Jahrhunderte. Dichterinnen, Dichter und Schriftsteller haben immer wieder das ausgedrückt, was Menschen allein nicht auszusprechen vermochten.
Was Literatur in der Trauer leistet, lässt sich nicht auf eine einzige Funktion reduzieren. Sie erklärt nicht, sie wertet nicht, sie drängt nicht. Sie öffnet stattdessen einen Raum, in dem der Schmerz so sein darf, wie er ist – ungeordnet, widersprüchlich, unfertig. Rilke schrieb über den Tod als Teil eines größeren Seins, ohne ihn zu verharmlosen. C.S. Lewis dokumentierte in „Über die Trauer“ (englisches Original „A Grief Observed“, 1961) seine eigene Erfahrung nach dem Tod seiner Frau mit einer Schonungslosigkeit, die bis heute wirkt – gerade, weil er keine Antworten liefert, sondern das Aushalten beschreibt. Weiterlesen
Moderne Friedhofsarchitektur in Italien: Vom Marmorgrab zum Betonkubus
/in Bestattungskultur, Hintergrund-Wissen, Moderne Bestattungsformen /von ruthemannDas Bild italienischer Begräbnisstätten verändert sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegend – es entsteht eine moderne Friedhofsarchitektur. Wo jahrzehntelang Familiengruften, Marmorengel und verschnörkelte Inschriften das Erscheinungsbild bestimmten, treten zunehmend Anlagen mit klaren Linien, reduzierten Formen und durchdachter Raumplanung an deren Stelle. Italien, das Land der monumentalen Camposanti („heiliges Feld“), ist dabei zum Schauplatz einiger der bemerkenswertesten Projekte moderner Gedenkort-Gestaltung geworden.
Als eines der einflussreichsten Werke gilt der Cimitero San Cataldo bei Modena, den der Mailänder Architekt Aldo Rossi ab 1971 entwarf. Im Zentrum der Anlage steht ein kubisches Ossarium – ein kompakter, weißer Baukörper, der die traditionelle Grabhausfassade in eine abstrakte, beinahe surreal wirkende Geometrie überführt. Rossi verzichtete bewusst auf figürlichen Schmuck; stattdessen tragen die strenge Achsenführung und die wiederkehrenden Blöcke die gesamte Erinnerungsleistung des Ortes. Nicht die Figur, sondern die Architektur selbst wird zum Medium des Gedenkens. Das Projekt blieb unvollendet, wurde aber wegen seines radikal neuen Ansatzes vielfach besprochen und gilt heute als Schlüsselwerk der postmodernen Architektur.
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Warum gibt es Symbole auf Grabsteinen und was ist ihre Bedeutung?
/in Bestattungskultur, Hintergrund-Wissen /von ruthemannSymbole auf Grabsteinen erfüllen weit mehr als eine dekorative Funktion. Diese bildlichen Zeichen verdichten die Persönlichkeit, den Glauben und die Lebensgeschichte eines Verstorbenen in einer stillen, dauerhaften Form. Ein Grabstein mit einem sorgfältig gewählten Symbol wird dadurch zu einem individuellen Denkmal, das die Erinnerung an einen bestimmten Menschen bewahrt und das Grab als Ort der persönlichen Verbundenheit kennzeichnet.
Die Verwendung von Grabsteinsymbolen reicht weit in die Geschichte zurück. Bereits in antiken Kulturen fanden sich bildliche Darstellungen auf Grabmälern, die Hinweise auf Stand, Beruf oder Glaubensvorstellungen gaben. Diese Tradition setzt sich bis heute fort, wobei die Motive individueller und vielschichtiger geworden sind. Weiterlesen
Bestattungskosten im Nachlass: Wenn Erben das Erbe anfechten können
/in Hintergrund-Wissen, Im Trauerfall, Wissen & Erfahrung /von ruthemannEin Urteil des Landgerichts Frankenthal aus dem Februar 2025 verdeutlicht, welche rechtlichen Folgen Bestattungskosten im Nachlass haben können und wann eine bereits angenommene Erbschaft noch angefochten werden kann. Der Fall zeigt exemplarisch, welche finanziellen Konsequenzen mit einer Erbschaft verbunden sein können und unter welchen Umständen ein Irrtum zur erfolgreichen Anfechtung führt.
Bestattungskosten gehören rechtlich zu den Nachlassverbindlichkeiten. Das bedeutet, dass sie aus dem Vermögen des Verstorbenen zu begleichen sind. Reicht dieses nicht aus, haftet der Erbe grundsätzlich für diese Kosten. Im vorliegenden Fall hatte ein Sohn seinen Vater beerbt, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr pflegte. Die Witwe des Verstorbenen organisierte die Bestattung und zahlte zunächst die entstandenen Kosten von rund 7.500 Euro. Anschließend forderte sie vom Sohn die Erstattung, da dieser die Erbschaft nicht innerhalb der sechswöchigen Frist ausgeschlagen hatte. Weiterlesen
Moderne Bestattungskultur: Wandel der Rituale und neue Wege des Abschieds
/in Bestattungskultur, Hintergrund-Wissen, Medien und Presse, Veranstaltung, Wissen & Erfahrung /von ruthemannDie moderne Bestattungskultur befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Was früher als starres Regelwerk galt, öffnet sich zunehmend für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und persönliche Formen des Gedenkens. Ein Bestatter aus Hannover-Linden, der regelmäßig an Schulen über seinen Beruf spricht, zeigt eindrücklich, wie vielfältig Abschiednahme heute sein kann – und dass das Sprechen über den Tod keineswegs bedrückend sein muss.
Traditionelle Erdbestattungen bleiben zwar Teil des Angebots, doch selbst sie sind nichts für die Ewigkeit. Je nach Friedhof beträgt die Ruhezeit zwischen 15 und 35 Jahren, bevor ein Grab neu belegt wird. Bei solchen Neubelegungen kommen mitunter persönliche Grabbeigaben zum Vorschein – von Herzschrittmachern bis hin zu Sonnenbrillen, die Angehörige ihren Verstorbenen mitgegeben haben. Solche Funde erzählen Geschichten von Menschen, die auch im Tod ihre Persönlichkeit bewahren wollten. Weiterlesen
Neue Trauerbegleitung auf Friedhöfen: Der Trostboxen-Automat
/in Bestattungskultur, Wissen & Erfahrung /von ruthemannEin ungewöhnliches Projekt der katholischen Kirche in Berlin zeigt neue Wege der Trauerbegleitung auf Friedhöfen. Seit Januar steht auf dem katholischen Friedhof in Hohenschönhausen ein Automat, der sogenannte „Schatzkästchen“ mit tröstlichem Inhalt anbietet. Das Konzept verbindet niederschwellige Zugänglichkeit mit durchdachten Inhalten für trauernde Menschen.
Der „Kiosk der Kostbarkeiten“ enthält fünf verschiedene Boxen, die unterschiedliche Facetten der Trauer ansprechen. Die Inhalte wurden bewusst alltagstauglich gestaltet – keine Dekoration, sondern praktische Gegenstände für den täglichen Gebrauch. In der „Bauchgefühle“-Box finden sich beispielsweise Seed Balls zum Einpflanzen und ein Knautschball, der Wut und Verzweiflung Raum gibt. Die „Trostgold“-Box enthält speziell entwickelte Trauer- und Trostkarten, da das Angebot angemessener Karten oft mangelhaft ist. Die „Sternstunden“-Box widmet sich dankbaren Erinnerungen, während die „Lichtblick“-Box Hoffnung aus dunklen Momenten vermitteln soll. In der „Weggefährten“-Box findet sich unter anderem ein Engels-Anhänger mit integriertem Einkaufschip – ein alltäglicher Begleiter, der symbolisch für Unterstützung auf dem Trauerweg steht. Weiterlesen
Moderne Bestattungskultur: Wie innovative Formate Tod und Trauer enttabuisieren
/in Bestattungskultur, Hintergrund-Wissen, Veranstaltung /von ruthemannDie moderne Bestattungskultur erlebt schon länger einen tiefgreifenden Wandel. Was früher ausschließlich in konventionellen und konservativem Rahmen stattfand, öffnet sich heute für innovative Ansätze und ungewöhnliche Formate. Ein gutes Beispiel dafür gibt es am 8. Oktober 2025 im Apollo-Kino Hannover zu sehen und zu erleben, zudem unter anderem Friedrich Cordes Bestattungen zusammen mit der Stadtkirche Hannover zu einem außergewöhnlichen Abend einlädt.
Der Dokumentarfilm „Philipp Mickenbecker – Real Life“ steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die exemplarisch für den zeitgemäßen Umgang mit Sterben und Trauer steht. Die Geschichte der YouTube-Stars Philipp und Johannes Mickenbecker, die mit ihrem Kanal „The Real Life Guys“ über 1,6 Millionen Abonnenten erreichten, verdeutlicht, wie die Generation der Digital Natives das Thema Tod enttabuisiert. Weiterlesen
Baumbestattung in Ronnenberg: Neue Möglichkeiten der naturnahen Beisetzung
/in Moderne Bestattungsformen, Wissen & Erfahrung /von ruthemannDie Baumbestattung gewinnt in deutschen Kommunen zunehmend an Bedeutung. Ronnenberg reagiert auf diese Entwicklung und erweitert das Angebot naturnaher Bestattungsformen auf den städtischen Friedhöfen. Nach dem bereits bestehenden Baumbestattungsfeld auf dem Friedhof Ronnenberg wurde nun auch in Empelde eine entsprechende Anlage eröffnet.
Die Statistiken der Friedhofsverwaltung Ronnenberg verdeutlichen einen markanten Wandel in der Bestattungskultur. Während im Jahr 2005 noch etwa 90 Prozent aller Beisetzungen als Sargbestattungen erfolgten, hat sich das Verhältnis bis 2025 grundlegend verschoben. Aktuell entscheiden sich 70 Prozent der Hinterbliebenen für Urnenbeisetzungen, nur noch 30 Prozent wählen die traditionelle Sargbestattung. Dieser Trend zeigt sich auf allen acht städtischen Friedhöfen der Kommune. Weiterlesen
Die Sieben Trappen von Benthe – Frühmittelalterliche Grabdenkmale mit moderner Anmutung
/in Bestattungskultur, Wissen & Erfahrung /von ruthemannAm Rande des kleinen Ortes Benthe in Niedersachsen befinden sich die sogenannten Sieben Trappen, eine Gruppe von sieben steinernen Grabmale, die vermutlich aus dem Frühmittelalter stammen. Die genaue Herkunft und Bedeutung dieser Stelen ist zwar nicht eindeutig geklärt, doch archäologische Untersuchungen und regionale Überlieferungen deuten darauf hin, dass es sich um frühchristliche Grab- oder Gedenksteine handelt. Weiterlesen
Kooperation mit der Hochschule Hannover
/in Medien und Presse, Über uns - Arbeit und Leben /von ruthemannWir freuen uns, dass wir bei diesem Projekt der Hochschule dabei sein konnten.
Das Thema des Studiengangs „Visual Journalism and Documentary Photography“ hieß „Nachtaktiv“.
»Wenn sich die Straßen leeren und das Licht der Laternen flackert, beginnen andere Routinen: Für manche ist die Nacht Arbeit, für andere Freiheit, Rückzugsort oder Bühne. In dieser Videoserie begegnen wir Menschen, die sich bewusst für das Leben in der Nacht entscheiden – oder von ihr herausgefordert werden.« Weiterlesen
»Lassen wir es gut sein…« – Bestattung ohne Geld: Wenn Menschlichkeit wichtiger wird als Wirtschaftlichkeit
/in Bestattungskultur, Über uns - Arbeit und Leben /von ruthemannManchmal sitze ich abends in meiner Stammkneipe, trinke ein Bier und schaue mich um. Hinterm Tresen steht oft dieselbe Frau – sie zapft, bringt Getränke, räumt Gläser ab. Freundlich, aber müde. Man sieht ihr an, dass das Leben nicht immer leicht war. Was kaum jemand weiß: Sie schuldet uns bei „Friedrich Cordes Bestattungen“ noch Geld – aus einem ganz anderen Zusammenhang. Die Geschichte dieser alleinerziehenden Mutter mit vier Kindern zeigt eindrücklich, wie komplex sich eine Bestattung ohne Geld gestalten kann. Weiterlesen
Bestattungswunsch des Verstorbenen hat Vorrang vor Angehörigenwünschen
/in Hintergrund-Wissen, Organisation und Abwicklung, Wissen & Erfahrung /von ruthemannEine Tochter hatte ihre verstorbene Mutter entgegen deren ausdrücklichem Wunsch nicht in einem Rasengrab, sondern in einem Reihengrab mit Grabstein bestatten lassen. Die Verstorbene hatte zu Lebzeiten explizit den Wunsch nach einer Bestattung in einem „Wiesengrab“ geäußert. Dennoch wählte die bürgergeldbeziehende Tochter eine kostenintensivere Bestattungsform, ignorierte den Bestattungswunsch und beantragte anschließend die Kostenübernahme von rund 3.600 Euro beim Sozialhilfeträger.
Der konkrete Fall verdeutlicht die rechtlichen Grenzen bei der Kostenübernahme durch Sozialhilfeträger. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen stellte in seinem Urteil vom November 2024 klar, dass der Bestattungswunsch des Verstorbenen grundsätzlich Vorrang vor den Vorstellungen der Angehörigen hat. Diese Entscheidung betrifft insbesondere Fälle, in denen Sozialhilfeträger die Kosten für Bestattungen übernehmen sollen. Weiterlesen