Das Trauer- und Beratungsgespräch – „Was kommt da auf mich zu?“

Zumeist werden wir von den Trauernden direkt angerufen, etwa wenn sie uns hier über Google gefunden haben; und es wird uns mitgeteilt, dass ein Angehöriger verstorben ist. Viele Leute fragen sich dann bevor sie mit dem Bestatter sprechen, was sie erwartet, was der wohl fragen könnte, ob man sich vorbereiten muss? Mit diesem kleinen Beitrag möchten wir unseren Leser die Angst vor einem möglichen Trauergespräch nehmen, er mag eventuell als kleine Vorbereitung dienen.

Hat uns also der Anruf erreicht, dann fragen wir zuerst, ob der Arzt schon da gewesen ist und die Todesbescheinigung herausgegeben hat. Natürlich müssen wir wissen, wo sich der Sterbefall ereignet hat – das hat den einfachen Grund, dass wir, wenn sich der Sterbefall zu Hause ereignet hat, wir direkt für Personal sorgen müssen, das die Abholung durchführt. In Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Hospizen hat man zumeist etwas mehr Zeit, gegebenfalls den nächsten Tag, um die Überführung durchzuführen und hohe Kosten für die Überführung in der Nacht und am Wochenende zu vermeiden.

Gehen wir in diesem Beispiel davon aus, dass sich der Sterbefall in der Wohnung eines Verstorbenen ereignet hat, so findet der erste Kontakt oft bei der Überführung statt. Das Trauergespräch findet dann zumeist im Anschluss entweder in der Wohnung direkt statt, eventuell auch beim Angehörigen oder aber im Büro des Bestatters. Letztlich hängt es dann von den Angehörigen ab, wie diese sich entscheiden.

Zu allererst wird der Bestatter die Formalitäten erledigen und die persönlichen Daten des Verstorbenen sowie des Auftraggebers erfragen. Manchmal wird er sich auch nach dem Vermögen und anderen finanziellen Dingen fragen, das tut er nicht aus Neugier, sondern weil diese Information von den Standesämtern für das Nachlassgericht mit erhoben werden. Es schließt sich die Frage nach der Art der Beisetzung an, weil davon viel im weiteren Beratungsgespräch abhängt.

Die weiteren Dinge, wie Auswahl des Sarges, der Urne, Decken, Bekleidung usw. wird der Bestatter entweder in einem Katalog oder einem Tablet-Computer oder wenn er diese Dinge in seiner Ausstellung hat, auch direkt zeigen. Im Gespräch nimmt er dann auch die Wunschtermine sowie den Friedhof und die gewünschte Grab-Art entgegen und erklärt die Umsetzung.

Dann werden eine eventuelle musikalische Untermalung sowie Dekorationswünsche und weitere Fragen über den Ablauf der Trauerfeier besprochen. Soll ein Trauerredner oder Musiker zu der Trauerfeier erscheinen, so übernimmt der Bestatter auch dafür die Koordination. Er kümmert sich auch um den Blumenschmuck, Trauerdruck und Anzeigen in der Zeitung falls gewünscht. Manche Bestatter bieten sich übriges auch selbst als Trauerredner an; und so werden sie auch Hobbys und Gewohnheiten des Verstorbenen erfragen.

Beratung Bestatter BeerdigungsunternehmenÜber diese Dienstleistungen hinaus, kann der Bestatter auch noch deutlich mehr anbieten – das hängt ganz unmittelbar von dem Angebots-Spektrum des einzelnen Beerdigungsunternehmens ab. Manche bieten von Haushaltauflösungen bis hin zu Trauerkreisen und einer umfassenden seelsorgerisch/psychologischen Betreuung auch Bestattungsdienstleistungen wie Totenmasken, Amulette, Gedenksteine und vieles mehr an.

Je größer das Angebot des Bestatters und je umfangreicher die Wünsche der Angehörigen, desto ausführlicher wird das Trauergespräch werden. Ein seriöser Bestatter wird ihnen auch immer im Anschluss eine Kostenaufstellung über die soeben besprochenen Details mitgeben. Auf diesem Dokument wird zumeist auch unterschrieben und es dient als Auftragsbestätigung.

Wer aber doch Angst hat, im Trauerfall etwas falsch machen zu können, dem ist gut geraten eine Bestattungsvorsorge zu vereinbaren – dabei hat man so lange Zeit wie man braucht, um sich genau über seine Wünsche und Vorstellungen beim Bestatter zu informieren. So kann man auch etwa finanzielle Fragen vorab klären oder gegebenfalls einen zweckgebundenen Treuhandvertrag abschließen, in den man dann Stück für Stück einzahlt.

Es gibt viele Möglichkeiten, die genutzt werden können, um Angehörigen die Angst vor der Abwicklung eines Trauerfalles im Vorweg zu nehmen, sprechen Sie einfach mit einem Bestatter ihres Vertrauens.