Wie man mit der Trauer umgeht – Ratschläge für eine schwere Zeit (1)

Der Tod einer geliebten Person, eines Freundes oder einem Familienmitglied wirft einen in ein totales Gefühls-Chaos. Wir sehen uns auf den Boden der Tatsachen geholt und sehen, wie schnell auch das eigene Leben enden könnte. Es ist dann natürlich ganz normal, wenn man sich aus der Bahn geworfen fühlt und manchmal selbst mit den kleinsten Dingen überfordert ist. Ein paar Tipps mit der Trauer umzugehen wollen wir Ihnen daher mit auf den Weg geben. Klar ist auch, dass jeder Mensch seine eigene Art zu trauern hat – und damit solche Ratschläge die Trauerzeit zu bewältigen, immer nur allgemein gehalten werden können.

Der erste Schritt aus diesem Tief wieder heraus zu kommen, ist es die Trauer zu verstehen. Sie ist eine richtige und wichtige Reaktion, ist eine physisch, soziale, psychologische und spirituelle Folge eines schweren Verlusts. Es ist absolut natürlich, normal und schlicht erforderlich für den Trauerprozess.

Was sind die unmittelbaren Effekte, denen Sie ausgesetzt sein können? Ein paar Beispiele:

  • Sie fühlen sich müde und gereizt und wollen die ganze Zeit nur noch schlafen.
  • Sie haben keinen Appetit, da Sie das Gefühl des Hungers nicht mehr mitbekommen.
  • Sie haben starke Angst, fühlen sich zugleich besorgt und aufgeregt, während vielleicht Ihr Herz rast und Sie keine Luft mehr bekommen.
  • Sie haben das Gefühl der kompletten Leere und können sich kaum auf eine Aufgabe konzentrieren.
  • Sie geraten „außer Kontrolle“, fühlen sich hilflos, wütend oder ängstlich – verhalten sich tatsächlich anders als sonst.

Um es noch mal deutlich zu sagen: All diese Dinge sind vollkommen normal, es ist ja auch gerade eine komplette Welt für Sie aus den Fugen geraten. Sie können diese Situation nicht ändern, auf keine Weise, oder diese Person irgendwann wieder zurückholen. Sie sind vor unverrückbare Tatsachen gestellt.

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Es ist also ganz normal, dass man für all die beschriebenen Dinge anfällig ist. Das Beste ist in diesem Moment sich wirklich mit seiner eigenen Trauer auseinander zu setzen, sie nicht zu verdrängen und versuchen diese Tatsache zu verstehen.

Jeder von uns trauert anders – dabei spielen Kultur, Religion und auch der Umstand der zum Tod führte, sowie natürlich unsere Beziehung zum Verstorbenen eine große Rolle. Wenn jemand nach einer jahrelangen Krankheit oder im hohen Alter stirbt, kann man sich schneller damit abfinden. Da war der Tod vielleicht sogar eine Art Erlösung.

Wenn er aber unerwartet kommt oder bei besonders jungen Menschen eintritt, ist es ein viel größerer Schock und wir haben viel mehr zu verarbeiten. Das Unerwartete macht das Begreifen schwieriger und man muss unter Umständen noch mehr daran arbeiten. Ja, es ist so etwas wie Arbeit, darum ist auch ein Verdrängen keine gute Form der Verarbeitung.

Was kann man also tun, mit seiner Trauer umzugehen? Gestehe Sie sich Ihre Gefühle ein und versuchen Sie diese zu verstehen. Trauer kann verwirrend sein. Traurigkeit, Ärger, Angst oder Schuldgefühle sind die am meist auftretenden Emotionen bei einem Verlust. Man kann natürlich auch nichts davon fühlen oder alles auf einmal – wie schon gesagt, dass ist höchst individuell. Der Tipp heißt aber ganz klar: Seien Sie nicht von ihren Gefühlen überwältigt, sondern lassen Sie sich auf diese ein, Gefühlschwankungen sind in dieser Zeit ganz normal.

Schuldgefühle sind wahrscheinlich die stärksten Emotionen, mit denen man umgehen muss – und die auch die längste Zeit in Anspruch nehmen. Manche Menschen lassen lange lange Zeit nicht los von diesen Gefühlen – trotzdem sollte man es aktiv versuchen. Eine „echte“ Schuld gibt es nur in den allerwenigsten Fällen.

In diesem Moment ist es vor allem sehr wichtig für einen, seine Gefühle mir anderen zu teilen und diese auch klar auszudrücken – zu kommunizieren, wie man gerne sagt. Man sollte seine Gefühle einer Person der man vertraut mitteilen und/oder gar eine Art Tagebuch über seine Gefühle zu verfassen. Bedenken Sie dabei: Es gibt kein richtig und falsch, es sind einfach Ihre eigenen Gefühle.

Wir werden in einem zweiten Teil auf weitere Aspekte der Trauerbewältigung eingehen. Lesen Sie weiter in unserem Blog „Wissen & Erfahrung“.