Hannover: Grab nach Beisetzung offen gelassen – Cordes Bestattungen führt Qualitätssicherung ein

Am Montag dem 20. Oktober fand die Urnenbeisetzung von Herrn E. im Seelwald auf dem Friedhof Seelhorst in Hannover statt. Die Beisetzung verlief sehr gut, und im Anschluss fuhr unser Team wieder zurück ins Büro. Was bei diesem Trauerfall am nächsten Tag passierte, erschreckte uns dann alle. Und führte dazu, dass wir nun bei Bestattungen – nicht nur in Hannover – eine neue Qualitätssicherung eingeführt haben.

Was war passiert? Am Morgen des 21. Oktobers erreichte uns ein Anruf der verständlicherweise aufgelösten Witwe, sie sei gerade auf dem Friedhof gewesen und das Grab ihres Mannes sei noch nicht verschlossen gewesen. Nur ein Spaten hätte am Baum gestanden – und weit und breit sei kein Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung gewesen, so Frau E., sie habe dann das Loch selbst zugeschaufelt und den Kranz darauf gelegt.

Wir waren wirklich schockiert, denn es ist Vorschrift, dass ein Friedhofsmitarbeiter nach der Trauerfeier am Grab zu bleiben hat, bis dieses wieder verschlossen ist, schon allein um einem Diebstahl vorzubeugen: Klar ist doch, niemand könnte Frau E. die Asche ihres Mannes ersetzten. Was für eine Katastrophe – abgesehen von den Fakten vor allem eine seelische Belastung für alle Hinterbliebenen.

Die Stadtverwaltung Hannover (zuständig für den Seelhorster Friedhof) sah sofort ihren Fehler ein und entschuldigte sich bei Frau E., wobei sie auch selbst anmerkten, dass solch ein Vorgang eigentlich nicht zu entschuldigen sei.

Hannover, Presse, Bestattung

Ausschnitt aus der Neuen Presse (Hannover)
vom 22. Oktober 2014

Wir bei Friedrich Cordes Bestattungen haben jedenfalls unsere Konsequenzen aus diesem Vorfall gezogen. Für alle unsere Aufgaben wurde ab sofort eine Qualitätssicherung eingeführt. Dadurch können auch andere Mitarbeiter jederzeit nachvollziehen, was schon bearbeitet wurde und gegebenenfalls schnellstmöglich reagieren, sollte etwas nicht unseren Qualitätsanforderungen entsprechen. Denn wir wollen, dass sich Angehörige und Hinterbliebene in ihrer ohnehin schon schweren Zeit nicht noch mit zusätzlichen Problemen beschäftigen müssen.

Um es noch mal klar zu sagen: Bei diesem Fall waren wir tief betroffen, man muss sich einfach mal den Verlust ausmalen, wenn ein Diebstahl oder die Zerstörung der Urne stattgefunden hätte. Wir sind wirklich sehr daran interessiert, das eine komplette Aufklärung stattfindet und die Prozesse auf den Friedhöfen in Hannover so verbessert werden, dass solch ein Fehler nie wieder passieren kann.

Sven Friedrich Cordes, Tom Heider