Bios-Urnen lassen Bäume wachsen

Hat sich nicht schon jeder mal gewünscht auch noch nach seinem Tod etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu schaffen? Das geht mit neu geschaffenem Grün: Mit Bäumen – die ja den Lebenszyklus perfekt repräsentieren. Das Unternehmen estudimoline aus Barcelona stellt bereits mehrfach mit Preisen versehene Bios-Urnen aus Karton her, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und aus denen am Ende ein großer Baum erwächst.

Doch wie funktioniert das genau? Im Deckel der Urne befindet sich zuerst ein bisschen Erde aus dem Boden, wo die Urne später beigesetzt wird – und selbstverständlich ein Keimling des jeweilig ausgesuchten Baumes. Dazu kommt ein Granulat, dass das Wachstum unterstützt und ganz unten schließlich befindet sich Stroh.

BIOS-Urnen in den Bäume wachsen

 

Wenn sich dann die Urne im Erdboden befindet und Feuchtigkeit eintritt, vermischen sich alle drei Komponenten und der Keimling des Baums fängt an zu wachsen. Da die Wurzeln eines Baumes sich immer den leichtesten Weg suchen und die Asche des Verstorbenen somit die einfachste Alternative ist, wird sie komplett mit Wurzeln durchsetzt und die Mineralstoffe der Totenasche aufgenommen – was dem Baum wiederum zu einem schnellen Wachstum verhilft.

Die Bios-Urnen sind mit vielen verschiedenen Baumsorten erhältlich, es kann auch eine außergewöhnliche Pflanze, etwas, was die Spanier nicht im Baum-Sortiment haben, nach Absprache mit der Firma beigepackt werden. Entscheidend dabei ist, dass die klimatischen Gegebenheiten am Beisetzungsort für den Baum die richtigen sind.

Prinzip der BIOS Urne

Diese Urnen sind übrigens nicht nur für Menschen erhältlich sondern auch für Haustiere – klar, vorab muss natürlich auch immer erst eine Kremierung stattgefunden haben.

Während die Urne im Ausland häufig auf Privatgrundstücken beigesetzt wird, gibt es diese Art der Bestattung in Deutschland noch nicht – naheliegend wäre eine Nutzung in einem Ruheforst oder auf einem regulären Friedhof. Sollte jemand ausdrücklich den Wunsch haben, müsste man einmal mit den Friedhofsverwaltungen sprechen, ob solche Urnen zum Einsatz kommen können.

Alternativ bieten wir exklusiv in Hannover Tree-of-Life-Bestattungen an: Dabei wird in einer Gärtnerei ein Baum in einem Gemisch aus Erde und der Asche des Verstorbenen gepflanzt – dieser Baum kann regulär auf einem Privatgrundstück gepflanzt werden.