Abschied nehmen: Die offene Aufbahrung am Sarg

Wenn der Todesfall eintritt, sind wir fassungslos und verzweifelt – man will es einfach nicht wahr haben, dass der geliebte Mensch jetzt nicht mehr da ist. Und dann findet man sich beim Bestatter wieder und entsinnt sich, dass man doch lieber einmal über die Wünsche des Verstorbenen hätte reden sollen, oder eine Vorsorge abschließen, um genauestens festzulegen wie die Wünsche der Angehörigen sind. Die Gelegenheit, sich gemeinsam mit dem unvermeidlichen, dem Tod, auseinander zu setzen, lässt sich eben nicht beliebig hinausschieben.

Der Wunsch eines jeden Menschen ist es, im Alter nicht allein zu sein, sondern Familie und Freunde an der Seite zu haben, mit denen man sein Leben noch einmal aufarbeiten kann und sein gesammeltes Wissen weiter geben. Doch ist nichts mehr wie es einmal war, die familiären Strukturen haben sich grundlegend gewandelt. Früher lebte noch die ganze Familie in einem Haus zusammen, da war im Todesfall die Aufbahrung und Totenwache einfach ein Muss, selbst das Waschen und Einkleiden wurde Zuhause durchgeführt. Aber heutzutage stehen dagegen viele Faktoren: Bestattungsgesetz, Hygiene- und Friedhofsverordnung bestimmen unser Handeln, dadurch hat sich unser Umgang mit dem Tod grundsätzlich gewandelt und es gibt mehr Berührungsängste mit diesem Thema. Alles Dinge, die unseren Trauerprozess behindern.


Natürlich ist es heutzutage immer noch möglich sich am offenen Sarg von seinen geliebten Menschen zu verabschieden – im Grunde ist jeder Bestatter dazu in der Lage einen Verstorbenen zu waschen, einzukleiden und kosmetisch so zu behandeln, dass eine Abschiednahme stattfinden kann. Wir bei Friedrich Cordes Bestattungen blicken dazu noch auf einen Jahrzehnte alten Erfahrungsschatz der kosmetischen Wiederherstellung zurück. Dieses Wissen wird immer auch an jüngere Mitarbeiter und Auszubildende weiter gegeben, auch werden mindestens einmal jährlich Weiterbildungslehrgänge durch unser Team besucht, um die neusten Erkenntnisse in diesem Bereichen bei uns zu stärken. Denn alles was nötig ist, um gut Abschied nehmen zu können, das möchten wir den Angehörigen auch anbieten können.

Leider wird die Möglichkeit der letzten Abschiednahme nicht oft in Anspruch genommen – weil entweder nicht gewusst wird, dass diese besteht oder eben Berührungsängste bestehen. Dabei ist es absolut wichtig sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, wirklich zu wissen, dass derjenige nicht wieder kommen wird, das letzte mal die Hand zu halten oder einen Kuss auf die Wange zu geben – egal wie erwachsen wir tun und sagen: „Ja ich verstehe das, ich möchte ihn so oder so in Erinnerung behalten.“ Tief in uns drin sind wir oft immer noch das kleine Kind, das den Tod nicht begreift und ohne einen konkreten Beweis dieses nicht verstehen und verarbeiten kann. Eben genau deswegen ist es so wichtig sich allumfassend damit auseinander zu setzen.

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In unserer Kapelle in Empelde (Hannover) haben wir jederzeit mit Absprache der Friedhofsverwaltung die Möglichkeit auch an Wochenenden eine Abschiednahme durchzuführen, was in den heutigen Zeit durchaus nötig sein kann – sind doch in unserer globalen Gesellschaft die Angehörigen durchaus einmal über mehrere Länder verstreut und nur das Wochenende bietet die nötige Ruhe und Konzentration in der Familie.

Gerne können wir für die Zeit der Aufbahrung auch Sonderwünsche erfüllen: Hat beispielsweise der Verstorbene gerne das Trikot und den Schal seines Lieblingsverein getragen, und sich das für seine Abschiednahme gewünscht, das ist das selbstverständlich machbar. Gerne können wir Sie diesbezüglich beraten, fragen Sie einfach, wir stehen mit unserer Erfahrung an Ihrer Seite, lassen Sie die nötige Stärke finden.