Wie kann man das Thema Suizid verarbeiten? (Teil 2)

Wie mit dem Thema Suizid umgehen?

Trauer, Schuld, Gefühle und Zweifel – die emotionalen Schwankungen sind groß, wenn jemand Nahestehendes Suizid begangen hat. Doch natürlich muss es auch weitergehen und dazu möchten wir mit diesem zweiten Teil zum Thema ein wenig Hilfe anbieten. Wir sind natürlich keine Experten für physische und psychische Trauerbewältigung, doch sind durch unsere Erfahrungen aus mehreren Generationen als Bestattungsunternehmen viele Erfahrungswerte entstanden, die wir gerne mit unseren Lesern teilen.

Erkenne Deinen Verlust und akzeptiere den Schmerz und die Trauer, das ist das Motto. Man sollte keinesfalls den Schmerz mit Alkohol, Drogen oder anderen Medikamenten betäuben. Drogen behindern oder stoppen den Trauerprozess. Lerne mit dem Schmerz umzugehen und ihn zu verstehen. Wie schon im ersten Teil zum Thema Suizid beschrieben, muss man versuchen, sich klar zu machen, dass die Trauer eine physische, soziale, psychologische und spirituelle Reaktion auf einen Verlust darstellt. Und völlig normal ist. Weiterlesen

Das Trauer- und Beratungsgespräch – „Was kommt da auf mich zu?“

Beratung Bestatter Beerdigungsunternehmen

Zumeist werden wir von den Trauernden direkt angerufen, etwa wenn sie uns hier über Google gefunden haben; und es wird uns mitgeteilt, dass ein Angehöriger verstorben ist. Viele Leute fragen sich dann bevor sie mit dem Bestatter sprechen, was sie erwartet, was der wohl fragen könnte, ob man sich vorbereiten muss? Mit diesem kleinen Beitrag möchten wir unseren Leser die Angst vor einem möglichen Trauergespräch nehmen, er mag eventuell als kleine Vorbereitung dienen.

Hat uns also der Anruf erreicht, dann fragen wir zuerst, ob der Arzt schon da gewesen ist und die Todesbescheinigung herausgegeben hat. Natürlich müssen wir wissen, wo sich der Sterbefall ereignet hat – das hat den einfachen Grund, dass wir, wenn sich der Sterbefall zu Hause ereignet hat, wir direkt für Personal sorgen müssen, das die Abholung durchführt. In Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Hospizen hat man zumeist etwas mehr Zeit, gegebenfalls den nächsten Tag, um die Überführung durchzuführen und hohe Kosten für die Überführung in der Nacht und am Wochenende zu vermeiden. Weiterlesen

Abschied nehmen: Die offene Aufbahrung am Sarg

Wenn der Todesfall eintritt, sind wir fassungslos und verzweifelt – man will es einfach nicht wahr haben, dass der geliebte Mensch jetzt nicht mehr da ist. Und dann findet man sich beim Bestatter wieder und entsinnt sich, dass man doch lieber einmal über die Wünsche des Verstorbenen hätte reden sollen, oder eine Vorsorge abschließen, um genauestens festzulegen wie die Wünsche der Angehörigen sind. Die Gelegenheit, sich gemeinsam mit dem unvermeidlichen, dem Tod, auseinander zu setzen, lässt sich eben nicht beliebig hinausschieben.

Der Wunsch eines jeden Menschen ist es, im Alter nicht allein zu sein, sondern Familie und Freunde an der Seite zu haben, mit denen man sein Leben noch einmal aufarbeiten kann und sein gesammeltes Wissen weiter geben. Doch ist nichts mehr wie es einmal war, die familiären Strukturen haben sich grundlegend gewandelt. Früher lebte noch die ganze Familie in einem Haus zusammen, da war im Todesfall die Aufbahrung und Totenwache einfach ein Muss, selbst das Waschen und Einkleiden wurde Zuhause durchgeführt. Aber heutzutage stehen dagegen viele Faktoren: Bestattungsgesetz, Hygiene- und Friedhofsverordnung bestimmen unser Handeln, dadurch hat sich unser Umgang mit dem Tod grundsätzlich gewandelt und es gibt mehr Berührungsängste mit diesem Thema. Alles Dinge, die unseren Trauerprozess behindern.

Weiterlesen

Wie man mit der Trauer umgeht –
Ratschläge für eine schwere Zeit (3)

Trauer dauert seine Zeit – man wird nie komplett „darüber hinweg“ sein. Dieser Verlust wird immer ein Teil des eigenen Lebens bleiben – den Verlust eines geliebten Menschen soll man ja auch gar nicht beiseite schieben, sondern immer in Gedanken halten. Allerdings irgendwann in positiver Weise, ohne Belastung und alles überlagernde Trauergefühle. Trotzdem: man sollte immer auf die eigenen Gefühle hören und stets in seiner eigenen Geschwindigkeit vorgehen.

Der Verlust kann ein Leben vollständig verändern, und sicher kann man nicht mehr dahin zurück wo man vorher gewesen ist. Die größten Schicksalsschläge können allerdings auch die Sicht auf die eigenen Prioritäten verändern, Trauerbewältigung auch etwas Gutes sein. Das ist der perfekte Zeitpunkt, alles nach seinen Vorstellungen zu verändern und glücklich zu werden, genau nach den eigenen Wünschen. Vielleicht findet man sogar auch neue Stärken oder Talente, die sich durch dieses einschneidende Erlebnis offenbaren.  Weiterlesen

Wie sage ich es den Hinterbliebenen? Was sage ich ihnen?

Auch als Bestatter ist es nicht immer leicht die richtigen Worte zu finden, egal wie lange man schon im Geschäft ist. Jede Situation ist anders, jeder Hinterbliebene hat eine eigene Geschichte mit den Verstorbenen. Pauschale und einfache Gespräche gibt es nicht. Wir bei Cordes Bestattungen aus Hannover haben uns daher dazu ein paar Gedanken gemacht, die wir mit unseren Lesern teilen wollen.

Es spielt mit Sicherheit eine Rolle, ob ein fünfjähriges Kind verstorben ist oder die 90 Jahre alte Großmutter nach langer Krankheit. Die Art der Trauer ist stets eine andere und Männer reagieren anders als Frauen, wenn es um das Trauern geht. Emotionalität und die eigene Fähigkeit der Trauernden ihre Gefühle auszudrücken sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Weiterlesen

Trauerbegleitung im Todesfall

Die Erfahrung mehrerer Generationen in einem Bestattungsinstitut wie Cordes hat immer wieder gezeigt, wie wichtig eine gute Begleitung in der Zeit der Trauer ist. Nicht jeder Trauernde kann von der Familie oder guten Freunden aufgefangen werden. Manchmal bedarf es auch fachkundiger Gespräche und seriöser Betreuung. Weiterlesen