Historisches: Der Reformfriedhof

Die monumentale bürgerliche Grabmalkultur der Gründerzeit reichte noch ins 20. Jahrhundert hinein, allerdings mehrten sich fortan unter „ästhetisch und demokratisch denkenden Menschen“ die kritischen Stimmen: Man sah in den prunkvollen Grabstellen einen nunmehr als aufgeblasen und neureich empfundenen bürgerlichen Bestattungspomp, der unüberbrückbare Grenzen zwischen Arm und Reich zog. Denn im Vergleich zu den privilegiert an den Hauptachsen der Friedhöfen gelegenen pompösen großbürgerlichen Grabstätten fehlten bei den Gräbern der Armen sowohl Grabzeichen als auch Grabpflege.

Durch das erstmals auf dem 1907 neu angelegten Waldfriedhof in München verwirklichte Konzept des Reformfriedhofes sollten die sozialen Unterschiede auf dem Friedhof nivelliert werden. Das Ziel, dass alle Menschen auf dem Friedhof gleich sein sollten, setzten die Friedhofsreformer mittels strenger Friedhofsordnungen durch, die neben der Größe der Grabmale auch deren Material und Bearbeitungsarten vorschrieben. Weiterlesen

Friedhofsgebühren: Wann müssen die eigentlich bezahlt werden?

Häufig fragen fragen uns die Angehörigen nach der Beisetzung, wann sie die Friedhofsgebühren zahlen müssen. Tatsächlich gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Friedhöfen. Während beim Neuen St. Nikolai Friedhof in der Nordstadt die für die Bestattung anfallenden Gebühren bereits vor der Bestattung fällig werden, sind die meisten Rechnungen innerhalb von vier Wochen zu überweisen (so etwa bei den städtischen Friedhöfen der Landeshauptstadt Hannover und den Friedhöfen in Gehrden und Ronnenberg). Weiterlesen