Günstige oder „billige“ Bestattung in Hannover – gibt es die?

Heutzutage entscheiden sich immer mehr Menschen, ihre Trauer nicht durch aufwändige Begräbnisse zum Ausdruck zu bringen, sondern wählen für sich andere Wege des Gedenkens. Oft sind das Hinterbliebene, die als letzte aber sehr entfernte Angehörige für die Beisetzung eines Menschen verantwortlich sind. Daher gilt auch für uns: Eine günstige, ja billige Bestattung muss möglich sein, und zwar dann, wenn es den Umständen entspricht. Klar ist aber auch, dass eine solche Bestattung nicht von minderer Qualität sein darf. Für uns sind die Wünsche der Hinterbliebenen wichtig, auch eine nicht ganz so aufwändige Bestattung wird von uns selbstverständlich mit größter Pietät und Respekt durchgeführt. Weiterlesen

Friedhofsgebühren: Wann müssen die eigentlich bezahlt werden?

Häufig fragen fragen uns die Angehörigen nach der Beisetzung, wann sie die Friedhofsgebühren zahlen müssen. Tatsächlich gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Friedhöfen. Während beim Neuen St. Nikolai Friedhof in der Nordstadt die für die Bestattung anfallenden Gebühren bereits vor der Bestattung fällig werden, sind die meisten Rechnungen innerhalb von vier Wochen zu überweisen (so etwa bei den städtischen Friedhöfen der Landeshauptstadt Hannover und den Friedhöfen in Gehrden und Ronnenberg). Weiterlesen

Warum Friedhofsgebühren in Hannover, Ronnenberg oder Gehrden steigen

Angesichts steigender Nutzung von Kremationen und den daraus resultierenden platzsparenden Urnenbeisetzungen sowie anonymen Bestattungen, sehen sich die Friedhöfe seit Anfang der 1990er-Jahre mit ganz und gar neuartigen Problemen konfrontiert: Die bestehenden kommunalen und städtischen Friedhöfe wurden vor hundert und mehr Jahren im Hinblick auf eine wachsende Bevölkerung bei vorwiegender Erdbestattung geplant. Jetzt entstehen durch die geringere Nachfrage bei Erdgräbern so genannte Überhangflächen, die zu einer wirtschaftlichen Belastung zu werden drohen.  Weiterlesen

Wenn das Ordnungs- oder Sozialamt die Bestattung durchführt

Kommt es zu einem Begräbnis, angeordnet oder finanziert durch städtische Behörden, bedeutet dies nicht, dass betroffene Angehörige alle Entscheidungsgewalt abgeben müssen. Auch wenn es keine direkte Kostenübernahmen gibt, können die Bestattungspflichtigen grundsätzlich über die Art der Besetzung entscheiden.

Das bedeutet etwa, dass wenn kein Wille der Verstorbenen für eine Feuerbestattung erkennbar oder nachweisbar ist, der Anspruch durch den Sozialhilfeträger nicht auf die in der Regel niedrigeren Kosten einer Feuerbestattung gekürzt werden kann. Das Gleiche gilt für die Beisetzung in einer anonymen Grabstätte, die nur erfolgen darf, wenn der Verstorbene diesen Wunsch ausdrücklich geäußert hat. Darüber hinaus entstehende Kosten für eine Trauerfeier werden übernommen, bei Grabsteinen ist die Lage strittig. Weiterlesen

Anonyme Bestattung in Empelde, Ronnenberg und Hannover

Der einzige Ausweg aus der Entwicklung des so genannten „Reformfriedhofs“ – die dazu führte, dass sich Friedhöfe in streng reglementierte, „schematische Steinwüsten“ wandelten – wurde für immer mehr Bürger ab Mitte der 1970er-Jahre die anonyme Bestattung.

Bedingt durch die ganz anders geartete Bestattungskultur in der ehemaligen DDR haben heute anonyme Beerdigungen in einzelnen ostdeutschen Städten einen Anteil von bis zu 70 Prozent an den gesamten Bestattungen. Und analog zur Feuerbestattung erreicht die anonyme Bestattung in Großstädten höhere Anteile als in ländlich geprägten Regionen – doch auch dort lassen sich mittlerweile längst Zuwächse beobachten. Weiterlesen

Hausaufbahrung und Abschiednahme – von Ronnenberg bis Hannover

Bis ins 19. Jahrhundert – im ländlichen Raum noch länger – wurden Verstorbene für den Zeitraum zwischen dem Tod und der Beisetzung zuhause aufgebahrt. Seit dem späten 18. Jahrhundert gab es jedoch aufgrund des fortschreitenden Wachstums der Städte eine Welle von Friedhofsverlegungen; darüber hinaus versuchte der Staat, stärkeren Einfluss auf das sich bis zu diesem Zeitpunkt unter kirchlicher Kontrolle befindlichen Bestattungswesen zu nehmen. So entstanden unter kommunaler Trägerschaft weit außerhalb der Städte repräsentative Friedhöfe mit Friedhofskapellen, Verstorbenenhallen und Verwaltungsgebäuden verbunden mit zunehmender gartenkünstlerischer Gestaltung als Kulisse.

Aus hygienischen Gründen wurden auf den Friedhöfen Verstorbenenhallen (Leichenhallen) errichtet und so die als hygienisch bedenklich betrachtete Hausaufbahrung abgelöst. Der Abschied von den Verstorbenen wurde somit auf die Trauerfeier reduziert, und die Leichenhallen wurden zum architektonischen Ausdruck einer technisch-hygienischen Denkweise sowie einer zunehmenden behördlichen Kontrolle und Bürokratisierung im Umgang mit den Toten. Weiterlesen