Bios-Urnen lassen Bäume wachsen

BIOS-Urnen in den Bäume wachsen

Hat sich nicht schon jeder mal gewünscht auch noch nach seinem Tod etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu schaffen? Das geht mit neu geschaffenem Grün: Mit Bäumen – die ja den Lebenszyklus perfekt repräsentieren. Das Unternehmen estudimoline aus Barcelona stellt bereits mehrfach mit Preisen versehene Bios-Urnen aus Karton her, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und aus denen am Ende ein großer Baum erwächst. Weiterlesen

Urnenbeisetzungen: Warum dauert es so lange, bis der Bestatter einen Termin anbieten kann?

Immer wieder fragen uns die Angehörigen, warum wir ihnen vor der Einäscherung noch keinen (kurzfristigen) Termin zur Urnenbeisetzung geben können. Vor einigen Wochen erreichte uns ein Anruf einer Ratsuchenden. Sie sagte uns, dass ihr Schwiegervater verstorben sei und die Einäscherung eigentlich zwei Tage später stattfinden solle. Die Urnenbeisetzung war für fünf Tage später geplant; es erschien bereits eine Traueranzeige in der örtlichen Zeitung, alle Blumen waren bestellt und Verwandte aus ganz Deutschland hatten sich die Trauerfeier bereits im Kalender eingetragen. Doch nun fragte sie uns, wie man alle Trauergäste erreichen könne, um ihnen mitzuteilen, dass die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung doch nicht wie geplant stattfindet.  Weiterlesen

Historisch und ökonomisch vielschichtig – die Feuerbestattung als moderne Bestattungsform

Obwohl die Feuerbestattung unter ökonomischen Gesichtspunkten durchaus mehr wertschöpfende Schritte als eine Erdbestattung beinhaltet, lassen sich – begründet durch den geringeren Platzverbrauch einer Urne – bei den Friedhofsgebühren Kosteneinsparungen realisieren. Zudem ist die Wiederbelegung einer Grabstelle nach Ablauf der Ruhezeit problemlos möglich und die Beisetzung einer Urne lässt sich aufgrund des geringen Aushubvolumens der Grabstätte mit erheblich weniger Aufwand als eine Erdbestattung durchführen.

Das erste deutsche Krematorium wurde 1878 in Gotha fertig gestellt. Bedingt durch die ablehnende Haltung geistlicher und weltlicher Obrigkeiten – auch die nicht einheitliche Rechtslage der einzelnen Teilstaaten im Deutschen Reich erschwerte die flächendeckende Ausbreitung der Feuerbestattung – konnten die nächsten Krematorien erst 1891 in Heidelberg und 1892 in Hamburg gebaut werden. Hannover folgte, wie bereits erwähnt, erst 1924. Weiterlesen

Feuerbestattung und Einäscherung – seit 1924 auch in Hannover möglich

Neben der Aufbahrung in Leichenhallen und der Bestattung auf den neu angelegten Großfriedhöfen zeugt vor allem die Einäscherung im Krematorium vom sich seit dem 18. Jahrhundert durchsetzenden modernen Umgang mit den Toten – sie gilt als Meilenstein deutlicher Umwälzungen und Brüche in der Bestattungskultur.

Die Wiederentdeckung der Feuerbestattung im späten 19. Jahrhundert in Anlehnung an antike Vorbilder ist Teil der Entwicklungen seit der Aufklärung. Wie schon bei der Errichtung der Leichenhallen waren auch hier größtenteils hygienische Argumente für das Interesse an einer platzsparenden und „sauberen“ Bestattungsart ausschlaggebend. Weiterlesen