Über 10.000 Sachen entscheiden: Wie man mit Nachlassbegleitung ein Leben aufräumt

Nachlassbegleitung in Hannover

Es wird angenommen, dass der durchschnittliche mitteleuropäische Haushalt etwa 10.000 Dinge enthält. Im Gegensatz dazu hatte eine Familie vor hundert Jahren etwa 180 Dinge in ihrem Haushalt. Dazwischen liegen zwei Weltkriege, die Wirtschaftswunderjahre, viele politische und gesellschaftliche Umstrukturierungen und der Eintritt in das Informationszeitalter. Genug Zeit für alte wie ältere Menschen, viele Sachen anzuschaffen – und sie für immer in Zimmern, Kellern und Dachböden zu lagern.

Sieht man sich die Menschen an, die kurz vor, während oder nach dem Krieg geboren wurden, stellt man fest, dass diese Menschen zum Sammeln von Gegenständen neig(t)en. Wer einmal alles verloren hat, für den ist später alles wichtig. Wegschmeißen ist ein Frevel und seinen Besitz zu steigern ein Zeichen für Wohlstand. Und so manche Dinge konnte und kann man einfach “später noch mal gebrauchen”. Das hatte in diesen Zeiten oft wenig mit Sentimentalität zu tun, sondern entsprach einem praktischen Denken. Weiterlesen

Der Tod macht niemals Ferien – wenn Familientage Trauertage sind

Trauer und Weihnachten und Familientage - wie gehe ich damit um?

Die Weihnachtszeit kann sich für jemanden, der den Tod eines geliebten Menschen betrauert, als besonders schwierig erweisen. Traditionen und Rituale, die wir oft mit dieser Zeit assoziieren, betonen meist noch die Tatsache, dass ein geliebtes Familienmitglied oder Freund nicht mehr bei uns ist – was unsere Gefühle des Verlustes sogar noch verstärkt.

Die allgegenwärtige Freude und das Lachen, die typisch für Familientage sind, können das Gefühl vermitteln, dass Traurigkeit und Weinen fehl am Platz sind und die Zeit für andere verderben könnten. Aber: Trotz des gesellschaftlichen Drucks – real oder imaginär – oder der Fehleinschätzung, dass Menschen in solchen Situationen in der immer gleichen Art handeln, gibt es einfach keinen universell richtigen Weg, den Verlust eines geliebten Menschen zu betrauern. Weiterlesen

Wie kann man das Thema Suizid verarbeiten? (Teil 2)

Wie mit dem Thema Suizid umgehen?

Trauer, Schuld, Gefühle und Zweifel – die emotionalen Schwankungen sind groß, wenn jemand Nahestehendes Suizid begangen hat. Doch natürlich muss es auch weitergehen und dazu möchten wir mit diesem zweiten Teil zum Thema ein wenig Hilfe anbieten. Wir sind natürlich keine Experten für physische und psychische Trauerbewältigung, doch sind durch unsere Erfahrungen aus mehreren Generationen als Bestattungsunternehmen viele Erfahrungswerte entstanden, die wir gerne mit unseren Lesern teilen.

Erkenne Deinen Verlust und akzeptiere den Schmerz und die Trauer, das ist das Motto. Man sollte keinesfalls den Schmerz mit Alkohol, Drogen oder anderen Medikamenten betäuben. Drogen behindern oder stoppen den Trauerprozess. Lerne mit dem Schmerz umzugehen und ihn zu verstehen. Wie schon im ersten Teil zum Thema Suizid beschrieben, muss man versuchen, sich klar zu machen, dass die Trauer eine physische, soziale, psychologische und spirituelle Reaktion auf einen Verlust darstellt. Und völlig normal ist. Weiterlesen

Nicht nur in Hannover eine Frage: Wo wurde mein Angehöriger bestattet?

Nachfragen zu Bestattungen in Hannover

Der Trauerfall ist schon eine Weile her – Angehörige, die nicht bei der Beerdigung dabei sein konnten, wollen trotzdem gerne erfahren, wo das Grab der Verstorbenen zu finden ist. Dazu und zu ähnlichen Details erreichen uns immer wieder Anrufe. Oft ist es lange Zeit nachdem der- oder diejenige verstorben ist, um den es geht. Vollkommen verständlich dieses Bedürfnis der Angehörigen – zumal die betroffenen Begräbnisse nicht immer hier vor Ort in Hannover und der Region waren.

Wo wir denn den Verstorbenen bestattet haben oder wie die Trauerfeier abgelaufen ist, das sind immer wieder gehörte Fragen. Tatsächlich liegt es zum einem daran, dass wir jeden unserer Trauerfälle in einer Cordes-Bestattungen-Gedenkseite veröffentlichen – zum anderen erreichen uns die Nachfragen, da in den Zeitungen zumeist ganz unten in der Traueranzeige eine Betreuung unsererseits angegeben ist. Weiterlesen

Das Trauer- und Beratungsgespräch – „Was kommt da auf mich zu?“

Beratung Bestatter Beerdigungsunternehmen

Zumeist werden wir von den Trauernden direkt angerufen, etwa wenn sie uns hier über Google gefunden haben; und es wird uns mitgeteilt, dass ein Angehöriger verstorben ist. Viele Leute fragen sich dann bevor sie mit dem Bestatter sprechen, was sie erwartet, was der wohl fragen könnte, ob man sich vorbereiten muss? Mit diesem kleinen Beitrag möchten wir unseren Leser die Angst vor einem möglichen Trauergespräch nehmen, er mag eventuell als kleine Vorbereitung dienen.

Hat uns also der Anruf erreicht, dann fragen wir zuerst, ob der Arzt schon da gewesen ist und die Todesbescheinigung herausgegeben hat. Natürlich müssen wir wissen, wo sich der Sterbefall ereignet hat – das hat den einfachen Grund, dass wir, wenn sich der Sterbefall zu Hause ereignet hat, wir direkt für Personal sorgen müssen, das die Abholung durchführt. In Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Hospizen hat man zumeist etwas mehr Zeit, gegebenfalls den nächsten Tag, um die Überführung durchzuführen und hohe Kosten für die Überführung in der Nacht und am Wochenende zu vermeiden. Weiterlesen

Sollten Kinder und Babys eigentlich an Trauerfeiern und Beerdigungen teilnehmen?

Kein Problem bei der Trauerfeier.

Immer wieder müssen wir die Erfahrung machen, dass den Kindern der Tod von ihnen nahe stehenden Menschen vorenthalten wird. Sie dürfen die so wichtigen Erfahrungen des Abschiednehmens nicht machen. Und genau so oft wurden wir schon im Trauergespräch gefragt, wenn wir Angehörige in Hannover und Umgebung besuchen, ob wir es für gut heißen würden, wenn Kinder mit auf eine Trauerfeier und die Beerdigung kommen, und ob es nicht besser wäre,  einen Babysitter zu engagieren. Unsere Antwort als Bestatter ist da ein klares Nein, denn Kinder gehören zu Leben und Tod – und ein Lachen oder andere kindliches Laute auf einer Trauerfeier gehören deswegen genau so dazu, wie etwa das Weinen und Klagen der anderen Trauergäste. Weiterlesen