Der Tod macht niemals Ferien – wenn Familientage Trauertage sind

Trauer und Weihnachten und Familientage - wie gehe ich damit um?

Die Weihnachtszeit kann sich für jemanden, der den Tod eines geliebten Menschen betrauert, als besonders schwierig erweisen. Traditionen und Rituale, die wir oft mit dieser Zeit assoziieren, betonen meist noch die Tatsache, dass ein geliebtes Familienmitglied oder Freund nicht mehr bei uns ist – was unsere Gefühle des Verlustes sogar noch verstärkt.

Die allgegenwärtige Freude und das Lachen, die typisch für Familientage sind, können das Gefühl vermitteln, dass Traurigkeit und Weinen fehl am Platz sind und die Zeit für andere verderben könnten. Aber: Trotz des gesellschaftlichen Drucks – real oder imaginär – oder der Fehleinschätzung, dass Menschen in solchen Situationen in der immer gleichen Art handeln, gibt es einfach keinen universell richtigen Weg, den Verlust eines geliebten Menschen zu betrauern. Weiterlesen

Wie kann man das Thema Suizid verarbeiten? (Teil 2)

Wie mit dem Thema Suizid umgehen?

Trauer, Schuld, Gefühle und Zweifel – die emotionalen Schwankungen sind groß, wenn jemand Nahestehendes Suizid begangen hat. Doch natürlich muss es auch weitergehen und dazu möchten wir mit diesem zweiten Teil zum Thema ein wenig Hilfe anbieten. Wir sind natürlich keine Experten für physische und psychische Trauerbewältigung, doch sind durch unsere Erfahrungen aus mehreren Generationen als Bestattungsunternehmen viele Erfahrungswerte entstanden, die wir gerne mit unseren Lesern teilen.

Erkenne Deinen Verlust und akzeptiere den Schmerz und die Trauer, das ist das Motto. Man sollte keinesfalls den Schmerz mit Alkohol, Drogen oder anderen Medikamenten betäuben. Drogen behindern oder stoppen den Trauerprozess. Lerne mit dem Schmerz umzugehen und ihn zu verstehen. Wie schon im ersten Teil zum Thema Suizid beschrieben, muss man versuchen, sich klar zu machen, dass die Trauer eine physische, soziale, psychologische und spirituelle Reaktion auf einen Verlust darstellt. Und völlig normal ist. Weiterlesen

Nicht nur in Hannover eine Frage: Wo wurde mein Angehöriger bestattet?

Nachfragen zu Bestattungen in Hannover

Der Trauerfall ist schon eine Weile her – Angehörige, die nicht bei der Beerdigung dabei sein konnten, wollen trotzdem gerne erfahren, wo das Grab der Verstorbenen zu finden ist. Dazu und zu ähnlichen Details erreichen uns immer wieder Anrufe. Oft ist es lange Zeit nachdem der- oder diejenige verstorben ist, um den es geht. Vollkommen verständlich dieses Bedürfnis der Angehörigen – zumal die betroffenen Begräbnisse nicht immer hier vor Ort in Hannover und der Region waren.

Wo wir denn den Verstorbenen bestattet haben oder wie die Trauerfeier abgelaufen ist, das sind immer wieder gehörte Fragen. Tatsächlich liegt es zum einem daran, dass wir jeden unserer Trauerfälle in einer Cordes-Bestattungen-Gedenkseite veröffentlichen – zum anderen erreichen uns die Nachfragen, da in den Zeitungen zumeist ganz unten in der Traueranzeige eine Betreuung unsererseits angegeben ist. Weiterlesen

Das Trauer- und Beratungsgespräch – „Was kommt da auf mich zu?“

Beratung Bestatter Beerdigungsunternehmen

Zumeist werden wir von den Trauernden direkt angerufen, etwa wenn sie uns hier über Google gefunden haben; und es wird uns mitgeteilt, dass ein Angehöriger verstorben ist. Viele Leute fragen sich dann bevor sie mit dem Bestatter sprechen, was sie erwartet, was der wohl fragen könnte, ob man sich vorbereiten muss? Mit diesem kleinen Beitrag möchten wir unseren Leser die Angst vor einem möglichen Trauergespräch nehmen, er mag eventuell als kleine Vorbereitung dienen.

Hat uns also der Anruf erreicht, dann fragen wir zuerst, ob der Arzt schon da gewesen ist und die Todesbescheinigung herausgegeben hat. Natürlich müssen wir wissen, wo sich der Sterbefall ereignet hat – das hat den einfachen Grund, dass wir, wenn sich der Sterbefall zu Hause ereignet hat, wir direkt für Personal sorgen müssen, das die Abholung durchführt. In Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Hospizen hat man zumeist etwas mehr Zeit, gegebenfalls den nächsten Tag, um die Überführung durchzuführen und hohe Kosten für die Überführung in der Nacht und am Wochenende zu vermeiden. Weiterlesen

Sollten Kinder und Babys eigentlich an Trauerfeiern und Beerdigungen teilnehmen?

Kein Problem bei der Trauerfeier.

Immer wieder müssen wir die Erfahrung machen, dass den Kindern der Tod von ihnen nahe stehenden Menschen vorenthalten wird. Sie dürfen die so wichtigen Erfahrungen des Abschiednehmens nicht machen. Und genau so oft wurden wir schon im Trauergespräch gefragt, wenn wir Angehörige in Hannover und Umgebung besuchen, ob wir es für gut heißen würden, wenn Kinder mit auf eine Trauerfeier und die Beerdigung kommen, und ob es nicht besser wäre,  einen Babysitter zu engagieren. Unsere Antwort als Bestatter ist da ein klares Nein, denn Kinder gehören zu Leben und Tod – und ein Lachen oder andere kindliches Laute auf einer Trauerfeier gehören deswegen genau so dazu, wie etwa das Weinen und Klagen der anderen Trauergäste. Weiterlesen

Wie spreche ich die Bestattungswünsche meiner Eltern und Angehörigen an?

Trauerfeier oder Begräbnis: Das Gespräch suchen!

In einem Menschenleben gibt es viele Gespräche, gegen die wir uns am liebsten wehren wollten – eine schlechte Zensur in der Schule, die abgebrochene Erstausbildung oder die Trennung von einem langjährigen Partner. Es ist tatsächlich nie schön, über Verluste oder missliche Lebenslagen zu sprechen: Wir müssen uns aber immer wieder bewusst machen, dass wir nicht ewig leben werden, und dass wir, wenn es so weit ist, wenn alles nach unseren Wünschen passieren soll, wir unsere Kinder, Verwandte, Angehörigen nicht im Dunkeln tappen lassen können. Denn nicht ist schlimmer als die Ungewissheit, ob der geliebte Mensch eventuell andere Wünsche und Vorstellungen gehabt haben könnte, seinen letzten großen Tag so oder so zu gestalten.

Deswegen ist es enorm wichtig mit seinen nahen Angehörigen oder Freunden über seine Vorstellung einer nahen oder auch fernen Trauerfeier zu sprechen und nicht diese schwere Entscheidung durch flapsige Sätze wie: „Verscharrt mich doch einfach im Wald!“ abzutun. Das ist natürlich Vermeidungstaktik und nicht ungewöhnlich – egal, ob im katholischen Süden bei uns im eher protestantisch geprägten Hannover. Weiterlesen