Im Todesfall: Was passiert, wenn nichts passiert?

Das Ordnungsamt (Hannover) versucht die Kosten an Angehörige weiter zu geben.

Ein Mensch stirbt und manchmal findet sich einfach niemand, der alles Weitere regeln will. Die Gründe können natürlich vielfältig sein: Der oder die Verstorbene ist Waise, oder ist schon sehr alt und alle anderen Geschwister sind bereits schon verstorben. Aber im Prinzip kann man schon davon ausgehen, dass jeder Mensch irgendwo Verwandte hat. Was aber ja nicht bedeutet, dass diese nicht voneinander wissen, vielleicht zerstritten sind …

In diesem Fall versucht das Ordnungsamt Angehörige aufzuspüren, um die Kosten für Begräbnis und Bestattung abdecken zu können, oder ihnen gegebenenfalls die Möglichkeit zu geben die weiteren Bestattungswünsche mit einem Bestattungspartner ihrer Wahl abzusprechen. Doch so manches Mal fühlen die sich nicht direkt angesprochen oder vergessen den Brief zwischen der Tageszeitung und er landet im Altpapier. Weiterlesen

Was sagt eigentlich das Finanzamt? Kann man Beerdigungskosten steuerlich absetzen?

Beratung Bestatter Beerdigungsunternehmen

Ein Todesfall ist neben den ganzen traurigen Begleitumständen immer auch eine Belastung für die eigenen Geldmittel. Bestattungskosten sind eine außergewöhnliche finanzielle Bürde – das weiß auch der Gesetzgeber und erlaubt, dass diese Ausgaben bei der nächsten Steuererklärung geltend gemacht werden können. Stets vorausgesetzt allerdings, das Geld dafür kann nicht bereits aus dem Erbe bezahlt werden.

Abhängig von der Bestattungsart und natürlich davon, was man als Kunde beim Bestatter aussucht, geht es um Summen, die zwischen 1.500 Euro / 2.000 Euro losgehen und auch durchaus mal fünfstellig sein können. Der Durchschnitt liegt immerhin bei 4.500 Euro. Summen letztlich, die von vielen Hinterbliebenen ohne Erbe oft nur schwer oder gar nicht aufzubringen sind.

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Ort der Bestattung: Wer bestimmt es? Wille der Verstorbenen muss zweifelsfrei feststehen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits 1992 zu dem immer wieder auftauchenden (Streit-)Punkt ein klares Urteil gefunden: Der Wille des Verstorbenen muss eindeutig, ja zweifelsfrei, aus den Äußerungen und Umständen geschlossen werden können. Nur dann ist auch unzweideutig klar, wo und wie der Verstorbene bestattet wird. Nur wenn ein entsprechender Wille nicht erkennbar ist, sind die nächsten Angehörigen dazu berechtigt und sogar verpflichtet, über den Leichnam zu bestimmen und über die Art der Bestattung sowie die letzte Ruhestätte zu entscheiden. Weiterlesen

Wenn das Ordnungs- oder Sozialamt die Bestattung durchführt

Kommt es zu einem Begräbnis, angeordnet oder finanziert durch städtische Behörden, bedeutet dies nicht, dass betroffene Angehörige alle Entscheidungsgewalt abgeben müssen. Auch wenn es keine direkte Kostenübernahmen gibt, können die Bestattungspflichtigen grundsätzlich über die Art der Besetzung entscheiden.

Das bedeutet etwa, dass wenn kein Wille der Verstorbenen für eine Feuerbestattung erkennbar oder nachweisbar ist, der Anspruch durch den Sozialhilfeträger nicht auf die in der Regel niedrigeren Kosten einer Feuerbestattung gekürzt werden kann. Das Gleiche gilt für die Beisetzung in einer anonymen Grabstätte, die nur erfolgen darf, wenn der Verstorbene diesen Wunsch ausdrücklich geäußert hat. Darüber hinaus entstehende Kosten für eine Trauerfeier werden übernommen, bei Grabsteinen ist die Lage strittig. Weiterlesen