Alternative Bestattung: Wie passiert eine Umbettung in Hannover?

Alternative Bestattung: Ruheforst Bredenbeck

In unserem Beispiel geht es um die Umbettung von einem Friedhof der Stadt Hannover zum Ruheforst in Bredenbeck (siehe Teil 1 „Alternative Bestattungsformen: Mal schnell eine Umbettung?“). Alleine die Tatsache, dass im Ruheforst eine Ruhezeit bis ins Jahr 2106 gewährleistet ist, während es sonst nur 20 Jahre auf städtischen Friedhöfen (plus zu kaufende Verlängerungen) sind, ist unter Umständen ein wichtiges Argument. Nach einem entsprechend begründeten Antrag entscheidet das Gesundheitsamt, wie es weitergehen soll. Dabei wird der Urnenaufnahmeschein des Ruheforstes mitgesendet sowie alle Sterbeurkunden der am Familienbaum zu bestattenden Familienangehörigen – und auch der Auszug aus dem Ruhebiotop des Familienbaumes, sofern die Grabstelle schon im voraus gekauft wurde. Weiterlesen

Alternative Bestattungsformen: Mal schnell eine Umbettung?

Ruheforst - Alternative Bestattung

In einem Trauerfall haben die meisten Angehörigen den Wunsch, dass einfach alles schnell vorbei und erledigt ist – und so werden manchmal Dinge ausgewählt, die man danach eigentlich gar nicht mehr gut findet. Dabei ist es am Dramatischsten, wenn die falsche Wahl eines Friedhofes oder einer Grabstelle in die Tat umgesetzt wurde. Im Nachhinein merkt man dann, dass man vielleicht gegenüber anderen Friedhöfen ein paar hundert Euro gespart hat, der Weg zu eben diesem aber mit Hin- und Rückweg bereits nach ein paar Besuchen diese Summe wieder verschlingt. Oder es halt nicht sehr schön oder ungepflegt auf der aktuellen Gräberanlage ist. Was liegt da näher als die Umbettung auf einen anderen Friedhof oder eine Beisetzungsform mit alternativen Angeboten. Das geht tatsächlich recht problemlos. Weiterlesen

Keramikurnen – antike Tradition und moderne Bestattungsform

Künstlerin Hannover Urnen

Seit dem Beginn der jüngeren Bronzezeit gingen die Menschen dazu über, ihre Toten teilweise mit Grabbeigaben auf großen Scheiterhaufen zu verbrennen und zumeist in Keramikurnen zu bestatten.

Tatsächlich sind diese Bestattungsgefäße aus Ton generell wohl die ältesten bekannten Materialien, die auf diese Weise genutzt wurden. Das belegen Funde, die mehr als 18.000 Jahre alt sind. Die Brandbestattung blieb bis in das frühe Mittelalter hinein die übliche Beisetzungsform, die erst im Laufe der ab 800 nach Christus einsetzenden Christianisierung allmählich von der Körperbestattung abgelöst wird.

Heutzutage tritt dieser religiöse Kontext zunehmend in den Hintergrund – aus hygienischen sowie aus Kostengründen wurde daher die Feuerbestattung im 19. Jahrhundert wieder populär. Das erste deutsche Krematorium wurde 1878 in Gotha gegründet. Das erste Krematorium in Hannover wurde von Konrad Wittmann entworfen und 1924 auf dem Stadtfriedhof Seelhorst fertig gestellt. Die Anlage war mehr als 70 Jahre in Betrieb, konnte allerdings den Ende der 1990er Jahre notwendigen Umweltstandards nicht mehr angepasst werden. Weiterlesen

Das letzte Hemd hat keine Taschen – Begräbnisse, Beigaben und Bedürfnisse

Bestattungen in Hannover müssen nicht konservativ sein

Eine Frage, die man im Alltag zumeist einfach weiter schiebt ist, wie stelle ich mir meinen eigenen Abschied vor? Oft, weil es soweit weg scheint, vielleicht auch weil es einem unangenehm oder gar peinlich ist. Doch eigentlich ist es ja nicht unwichtig: Möchte ich, dass meine Familie, Freunde und Bekannte von mir am offenen Sarg Abschied nehmen können, und wenn ja, was möchte ich dann angezogen bekommen, welche Dinge möchte ich an meinem Ende bei mir haben?

Sehr vieles ist möglich, zum Beispiel kann man einen Smoking tragen, oder auch einen Frack mit passendem Zylinder und Gehstock – natürlich aber auch das Trikot vom Lieblingsverein ist möglich; da gibt es keine Grenzen und Regeln. Bestattungen lassen sich in Hannover durchaus auch jenseits des „Üblichen“ gestalten. Selbstverständlich sollten diese Materialen sich nach einiger Zeit zersetzten, dieses gilt zumeist aber nur bei der Erdbestattung, bei der Feuerbestattung werden letztlich alle Beigaben mit verbrannt – und durch modernste Filteranlagen unserer Krematorien ist heute vieles möglich. Weiterlesen

Bios-Urnen lassen Bäume wachsen

BIOS-Urnen in den Bäume wachsen

Hat sich nicht schon jeder mal gewünscht auch noch nach seinem Tod etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu schaffen? Das geht mit neu geschaffenem Grün: Mit Bäumen – die ja den Lebenszyklus perfekt repräsentieren. Das Unternehmen estudimoline aus Barcelona stellt bereits mehrfach mit Preisen versehene Bios-Urnen aus Karton her, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind und aus denen am Ende ein großer Baum erwächst. Weiterlesen

»Unser Hafen« – Eine neue Bestattungsform für Mensch und Tier

Mensch und Tier im Grab vereint

In der heutigen Zeit gehen die familiären Bande immer mehr verloren; früher waren es noch drei Generationen, die im selben Haus alt wurden und sich um einander kümmerten. Heute sind immer mehr ältere Menschen komplett allein oder zumeist weit weg von den Angehörigen, weil diese etwa der Arbeit hinterher gezogen sind. Damit ändert sich auch die Bestattungs-Situation und die Umstände.

So suchen viele der älteren Menschen die Nähe zu ihren Haustieren, die oftmals die sozialen Kontakte ersetzen – und so liegt es wirklich nahe, dass man doch gerne mit seinem Haustier in einer, wenn auch vielleicht weit entfernten Zukunft im Grab verbunden sein möchte. Weiterlesen