Stadtfriedhof Seelhorst



Öffnungszeiten:

15.03. bis 31.10.: 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr
01.11. bis 14.03.: 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Bürozeiten:
Montag bis Freitag: 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag: 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Haupteingang Stadtbahnlinie 8

Buslinie 123

Haltestelle Stadtfriedhof Seelhorst

Nebeneingang Buslinie 123, 128

Haltestelle Hoher Weg

Grabarten

Die folgenden Grabarten stehen hier zur Verfügung:

  • Erd-Wahlgrab
  • Erd-Reihengrab
  • Anonymes Erd-Reihengrab
  • Pflegearmes Erd-Reihengrab (Rasen-Reihengrab / Halbanonymes / Teilanonymes Grab)
  • Urnen-Wahlgrab
  • Urnen-Reihengrab
  • Pflegearmes Urnen-Reihengrab
  • Urnen-Waldgrab

Der Stadtfriedhof Seelhorst entstand als dritter Stadtfriedhof (nach dem Stadtfriedhof Engesohde 1864 und dem Stadtfriedhof Stöcken 1891) ab 1919; die erste Bestattung fand 1920 statt während der erste Bauabschnitt erst 1924 fertiggestellt wurde. Der Friedhof umfasst ungefähr 35.000 Grabstätten und ist mit seiner Fläche von 63 Hektar bis heute der flächenmäßig größte Friedhof der Landeshauptstadt Hannover.

Der Friedhof wurde als architektonisch gestalteter Parkfriedhof mit einer axialen Gestaltung geplant; er ist systematisch gegliedert und alle Wege sind rechtwinklig angeordnet. Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Grabfeldern erfolgt durch die auf 1,5 m Höhe geschnittenen Hecken; der formale Charakter der Anlage wird durch die vielen Alleen mit Eichen, Buchen und Kastanienbäumen unterstützt. In seinem Gesamtcharakter entspricht der Stadtfriedhof Seelhorst einem typischen Reformfriedhof in Deutschland.

Ursprünglich lag der Haupteingang mit zwei Torgebäuden am Hohen Weg – von hier aus führt eine vierreihige Lindenallee zu den von Konrad Wittmann im expressionistischen Klinkerstil entworfenen Bauten (Krematorium, Betriebsgebäude, zwei Kapellen) in der Mitte des Friedhofes. Das Krematorium wurde aufgrund der veränderten Bestattungsgewohnheiten auf dem Stadtfriedhof Seelhorst errichtet und war bis 1997 in Betrieb. Anfang der 1960er Jahre wurde der Haupteingang in die Garkenburgstrasse verlegt; der Friedhof erhielt eine eigene Stadtbahnhaltestelle sowie einen großzügigen Eingangsbereich mit Parkplatz und neuen Gebäuden für die Friedhofsverwaltung. Auch eine weitere Kapelle wurde in diesem Zuge errichtet. Gleichzeitig änderte sich durch eine neue Friedhofsordnung das Grabraster, wodurch der heutige Typ des Rasenfriedhofs entstand.

Der Stadtfriedhof Seelhorst verfügt über eine Gedenkstätte für die Opfer der hannoverschen Konzentrationslager. Ausserdem bestehen drei Abteilungen mit Kriegsgräbern sowie eine niederländische Ehrengrabanlage.

Seit 1991 ist eine buddhistische Urnengrababteilung in Betrieb; 2005 wurde mit dem direkt an den Stadtfriedhof angrenzenden Seelwald der erste Bestattungswald im Stadtgebiet Hannovers eröffnet. Seit 2006 werden in den Räumlichkeiten des alten Krematoriums auf über 300 Quadratmetern im Friedhofsmuseum Austellungsstücke zur Friedhofs- und Bestattungskultur gezeigt.

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